Übergeordnete Ziele der Veranstalter sind:

  • Beförderung der Debatte über Studiengebühren in den jeweiligen Staaten; Beitrag zum Aufbrechen politischer Blockaden.

Gemeinsame Veranstaltung der britischen Botschaft in Berlin und des CHE Centrum für HochschulentwicklungStatus quo und Erfahrungen sowie die aktuellen Planungen wurden vorgestellt.

  • Keynote UK: Einordnung Gebühren in Gesamtkontext der Hochschulreform (Wechselbeziehungen, Wichtigkeit); bisheriges Gebührensystem in UK; empirische Erfahrungen (Akzeptanz, Wirkungen auf „access“ und Verhalten); Ableitung von dos and don`ts; Begründung und Merkmale des aktuellen Labour-Vorschlags; Erklärung des „Systemschwenks“; Erläuterung abweichender Weg Schottlands
  • Keynote D: bisherige Situation, konkreter Reformvorschlag eines Bundeslandes
  • Diskussion: Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Was kann man vom anderen lernen? Bewertung der Erfahrungen? Modellgestaltung:

Diskutiert wurden vier konkrete Aspekte des Modelldesigns, für die der Vergleich UK/D besonders Gewinn bringend erscheint:

  • Zentralstaatliche Einheitsgebühr vs. Entscheidungsfreiheit der Hochschulen: Wer soll über die Gebührenhöhe entscheiden (Zentralstaat, Länderebene, Hochschulen)? Vor- und Nachteile von dezentralen Spielräumen bei der Gebührengestaltung? Bedeutung der Gebühr aus Sicht der Hochschule (Profilbildung, Marketing / Preispolitik, Einnahmendiversifizierung)? Nötiges Gestaltungs-Know How der Hochschulen im Rahmen der Preispolitik?
  • Ansatzpunkte für die Sozialverträglichkeit: Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten des „means-testing“ (Gebührenbefreiungen, Darlehen mit einkommensabhängiger Rückzahlung…) Bezug zur Lebensunterhaltsförderung (warum führt UK hier den Zuschuss wieder ein)? Staatliches Einheitssystem vs. institutionelle Elemente?
  • Technik der Darlehensmodelle: Wie lässt sich ein „income contingent loan“ umsetzen? Tarifgestaltung? Wie löst man das Vorfinanzierungsproblem ohne höhere Staatsverschuldung? Organisation der Rückzahlung? Beispiel der „Student Loans Company“ und Ideen / Vorüberlegungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau?
  • Studiengebühren und Partizipation: Wie kann mit Gebühren gleichzeitig die Partizipation der Studierenden gestärkt werden? Studentische Modellideen in D? Erfahrungen im UK? Mitwirkung an Angebotsentscheidungen vs. Nachfragemacht?

Politische Dimension: In einer moderierten Diskussionsrunde mit verschiedenen Beteiligten aus der Politik wurden die politischen Implikationen von Studiengebühren und dabei v.a. folgende Fragen erörtert:

  • Werturteile und Ziele hinter Studiengebühren: Sind Studiengebühren ein Ausdruck sozialdemokratischer oder konservativer Politik? Setzen sie auf Elite oder auf mehr Akademiker?
  • Studiengebühren als Frage der politischen Selbstverpflichtung und Glaubwürdigkeit: Wie verhindert man das „Versickern“ des Gebührenaufkommens im Staatshaushalt?
  • Studiengebühren als Problem der politischen Kommunikation: Wie erzeugt man Akzeptanz für eine Gebühreneinführung?

Studiengebühren in Großbritannien und Deutschland – Gestaltungsfragen und politische Implikationen Symposium der Britischen Botschaft in Berlin und des CHE Centrum für Hochschulentwicklung, weitere Ergebnisse unter: Programm und „lessons learnt“ aus den Erfahrungen in Großbritannien[wpdm_package id=’11611′]

    Studiengebühren in Großbritannien und Deutschland – Gestaltungsfragen und politische Implikationen Symposium der Britischen Botschaft in Berlin und des CHE Centrum für Hochschulentwicklung

  • Projektstart: 01.07.2004
  • Projektende: 30.04.2005
  • Projektleitung: Frank Ziegele
  • Projektmitarbeiter: Jutta Fedrowitz