Tiefgreifende Veränderungen der Hochschulfinanzierung und der Hochschulorganisation sind – wie in weiten Teilen Europas – auch in Deutschland in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren wirksam geworden. Folgende institutionelle Bedingungen sind insbesondere von Bedeutung hierfür:

  • Veränderungen der Willensbildungs- und Leitungsstrukturen,
  • Veränderungen der Finanzierungsstrukturen,
  • Veränderungen der Beziehungen zur Wirtschaft,
  • Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen insbesondere im Bereich des Umgangs mit geistigem Eigentum.

Der Stand, der dabei an deutschen Hochschulen erreicht worden ist, ist je nach Bundesland und auch hochschulspezifisch unterschiedlich. Die zentrale Frage ist, welche Auswirkungen diese Veränderungen auf Forschung und Lehre haben. Gegenstand des Projekts ist die Analyse der Wirkung von Strukturen und Rahmenbedingungen auf die Forschung an Hochschulen.

Die Bewertung unterschiedlicher Organisations- und Finanzierungsformen soll anhand möglicher Veränderungen der Effizienz im Bereich der Forschung erfolgen. Es geht in dem Projekt darum, einzuschätzen, ob die politischen Maßnahmen in Bezug auf die Forschung zu den intendierten Ergebnissen geführt haben. Zudem sind eventuelle ungewollte Konsequenzen zu erkennen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Zur Bewertung des institutionellen Wandels im Hinblick auf den Forschungsoutput soll eine international vergleichende Studie beitragen, die die Europäische Union durch das Institute for Prospective Technology Studies in Sevilla ausgeschrieben hat.Das CHE wird im Rahmen einer Kooperation seine niederländische Partnerorganisation CHEPS bei der Auswahl der zehn zu untersuchenden deutschen Hochschulen, bei der Erhebung quantitativer und qualitativer Daten und bei der Abfassung der Teilstudie über Deutschland unterstützen.

    Forschung an deutschen Hochschulen – Changes in University Incomes and their Impact on University-based Research and Innovation

  • Projektstart: 01.02.2005
  • Projektende: 31.03.2006
  • Projektleitung: Frank Ziegele